Oliver

28.08.2016 Currans

Currans ist fast kein Ort. Die Eisenbahnlinie nach Tralee teilt das Örtchen genau in der Mitte. Man kommt durch einen Tunnel von einem auf die andere Seite. Der Weg hierhin ist lediglich eine letzte, sonnige Pflichtetappe über eines dieser Sträßchen, aus denen in der Mitte ein grüner Streifen Gras herauswächst, mit den zersiedelten Häuschen auf riesigen Grundstücken. Gestern könnte ich mal einen Blick auf die Preise bei einem Makler namens o'Sullivan im Schaufenster machen. Gleich gegenüber ist die Bäckerei o'Sullivan und der Pub "o'Sullivans Inn". Zwei Straßen höher ein Autohändler namens o'Sullivan. Aber dieser hier hat die netten Häuschen; 248m2 Wohnfläche, 3200m2 Garten, 160.000 Euro. Nicht schlecht!
Unser letztes B&B ist das Woodlands Guesthouse nahe dem Flughafen - diesseits des Tunnels - und ist ein echtes Schmuckstück. Wir kommen gegen 15 Uhr an und die Ryanair Maschine hebt gerade Richtung FFH ab, die auch wir morgen nehmen. Das große Haus hat einen golfplatzartigen Garten mit Flüsschen daneben und die Besitzerin macht uns Tee und Scouns in einer Gartenlaube. Frances ist hin und weg. Abends gibt's sogar selbst gemachte Pizza vom Hausherren. Herrlich! Ich freue mich schon aufs Frühstück. Wir sind eben einmal alle Stationen der 20 Tage durchgegangen. Die ersten wirken, als wäre alles schon ein Jahr her, finden wir. Man hat so viele geballte, neue Eindrücke, wie sie sich sonst in einem Jahr verteilen, vielleicht liegt es daran. Auf dem Jakobsweg war das damals ähnlich. Frances hat nebenbei die Hall of Fame der B&Bs aufgestellt. Das Ergebnis gibt's dann morgen. Das Woodlands stünde wohl derzeit auf Platz 1. Dabei war das eigentlich nur ne Art Notstation, damit wir schnell zum Flughafen kommen. Da haben wir morgen noch viel Zeit in der Gartenlaube, bevor es dann in die 20 Grad wärmere Heimat geht. Ooooh....




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